Review: Und wer nimmt den Hund? (2019)

Review: Und wer nimmt den Hund? (2019)

Review: Und wer nimmt den Hund? (2019)

Der Klassiker: Georg verpasst seiner Ehe mit Doris den Todesstoß, als er eine Affäre mit seiner Doktorandin Laura beginnt. Bis dahin galten Doris und Georg als Abziehbild eines glücklichen Paars der Hamburger Mittelschicht. Nun stehen sie – nach mehr als einem Vierteljahrhundert Ehe – mit zwei Kindern, Haus und Hund vor dem Scherbenhaufen ihrer Beziehung. Aber man will ja nicht nur toben, man will auch etwas verstehen. So spricht die Vernunft. Also entschließen sich die beiden – ganz zivilisiert – zu einer Trennungstherapie. Rosenkrieg light? Weit gefehlt! Denn schon bald übernimmt in diesem Minenfeld von Verletzlichkeiten das Herz die Regie…


Vor 24 Jahren inszenierte Rainer Kaufmann die Liebeskomödie STADTGESPRÄCH mit Katja Riemann in der Hauptrolle. Was als kleine Produktion für das ZDF galt, wurde ein einschlägiger Erfolg auf ganzer Linie. Nun widmet sich Regisseur Kaufmann dem oft auftretenden Drama einer Trennung nach vielen Jahren Ehe.

UND WER NIMMT DEN HUND? – Der Titel ist nur eine Andeutung auf dessen was den Zuschauer erwartet. Der Hund steht nur als Symbol und wird nur neben läufig mit in die Trennungskrise einbezogen. In erster Linie geht es um Schmerz, Träume, Respekt und vor allem Liebe. Oft passiert es das ein Partner in einer langjährigen Beziehung einstecken musste, bzw. sich zurückhielt um den anderen bei seinem Weg zu stärken.

Im Film UND WER NIMMT DEN HUND? wird der Zuschauer ein Teil der Therapiebesuche eines Paares, spitze oft zynische Dialoge, Vorwürfe sind zuhauf präsent und unterstreichen das Szenario sehr realistisch. Auch ein paar lustige Momente, wie Zerstörung von Besitz des anderen sind zugegen. Gewisse Ähnlichkeiten zum Hollywood Klassiker DER ROSENKRIEG sind deutlich zu erkennen, jedoch zum Vergleich sehr harmlos.

Mit ein paar Längen, viele lange Dialoge zieht sich der Film etwas und mindert den Unterhaltungswert des Films. Somit verbleibt dem Film nur der Status einer mittelmäßigen Komödie, man hätte aus dem Stoff sicherlich mehr Dramatik, Spannung verabreichen können. Denn ein Krieg insbesondere der Beziehungs-krieg kann auch sehr humorvoll sein.


 

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